Kaffeeaufbereitung: 3 Schritte vom Rohkaffee in die Tasse

Dies ist der zweite Teil der langen Reise des beliebten Wachmachers. Hier lernen Sie mehr über die Kaffeeaufbereitung – vom Rohkaffee in die Tasse. Lesen Sie sich zuerst den ersten Teil des Kaffee-Prozesses durch – Kaffee-Prozess: Von der Saat bis zum Export.

1. Verkostung des Kaffees

Kaffee wird wiederholt auf Qualität und Geschmack getestet. Dieser Vorgang in der Kaffeeaufbereitung wird als Cupping bezeichnet und findet in der Regel in einem speziell dafür eingerichteten Raum statt.

Zunächst bewertet der Verkoster – in der Regel Cupper genannt – die Bohnen auf ihre allgemeine visuelle Qualität. Die Bohnen werden dann in einem kleinen Laborröster geröstet, sofort gemahlen und in kochendem Wasser mit sorgfältig kontrollierter Temperatur aufgegossen. Der Cupper schnuppert an dem Gebräu, um sein Aroma zu erfahren, ein wesentlicher Schritt zur Beurteilung der Kaffeequalität.
Nachdem der Kaffee einige Minuten geruht hat, bricht der Cupper die Kruste auf, indem er das Kaffeemehl am oberen Rand der Tasse zur Seite schiebt. Auch hier wird der Kaffee vor der Verkostung gerochen.
Um den Kaffee zu verkosten, schlürft der Cupper einen Löffel voll mit einem schnellen Einatmen. Ziel ist es, den Kaffee gleichmäßig über die Geschmacksknospen des Cuppers zu sprühen und ihn dann auf der Zunge zu wiegen, bevor er ihn ausspuckt.
Täglich werden Proben aus verschiedenen Chargen und unterschiedlichen Bohnen verkostet. Die Kaffees werden nicht nur analysiert, um ihre Eigenschaften und Fehler zu bestimmen, sondern auch, um verschiedene Bohnen zu mischen oder die richtige Röstung zu finden. Ein erfahrener Cupper kann hunderte von Kaffeeproben pro Tag verkosten und trotzdem die feinen Unterschiede zwischen ihnen herausschmecken.

2. Röstung des Kaffees

Das Rösten verwandelt grünen Kaffee in die aromatischen braunen Bohnen, die wir in unseren Lieblingsgeschäften oder Cafés kaufen. Die meisten Röstmaschinen halten eine Temperatur von etwa 550 Grad Fahrenheit. Die Bohnen werden während des gesamten Prozesses in Bewegung gehalten, damit sie nicht verbrennen.

Wenn sie eine Innentemperatur von etwa 400 Grad Celsius erreichen, beginnen sie sich braun zu färben und das Kaffeesol, ein duftendes Öl, das in den Bohnen eingeschlossen ist, beginnt auszutreten. Dieser Prozess, der Pyrolyse genannt wird, ist das Herzstück des Röstens – er erzeugt den Geschmack und das Aroma des Kaffees, den wir trinken.

Nach dem Rösten werden die Bohnen sofort entweder durch Luft oder Wasser gekühlt. Die Röstung erfolgt in der Regel in den Importländern, denn die frisch gerösteten Bohnen müssen so schnell wie möglich zum Verbraucher gelangen.

3. Mahlen von Kaffee

Das Ziel des richtigen Mahlens ist es, das meiste Aroma in einer Tasse Kaffee zu erhalten. Wie grob oder fein der Kaffee gemahlen wird, hängt von der Brühmethode ab.

Die Zeit, die das Kaffeemehl mit Wasser in Berührung kommt, bestimmt den idealen Mahlgrad. Generell gilt: Je feiner der Mahlgrad, desto schneller sollte der Kaffee zubereitet werden. Deshalb ist Kaffee für eine Espressomaschine wesentlich feiner gemahlen als Kaffee, der in einem Tropfsystem gebrüht wird.

Jetzt fehlt nur noch das Brühen vom Kaffee und schon können Sie eine heiße Tasse genießen!

Doch die Kaffeeaufbereitung ist nicht das einzig interessante, was es über den beliebten Wachmacher zu wissen gibt. Für weitere interessanten fakten zur Kaffeekultur schauen Sie doch auf cocotea vorbei!

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